»Wo stehst Du mit Deiner Kunst, Kollege?«

Wie steht es um Deine Kunst, Kollege?

Manchmal muss man 622,32 Kilometer fahren, um Heimatliches zu finden – und um sich manchmal sehr zu wundern: Durch das Musée d’art moderne de la Ville de Paris schlendernd, fiel mir ein Gemälde ins Auge, das mir irgendwie bekannt vorkam. Jörg Immendorff – deutscher Künstler, 1945–2007, Schüler von Joseph Beuys – war der Urheber (siehe Bild). In großen Buchstaben fragte er mich: »Wo stehst Du mit Deiner Kunst, Kollege?«. Gute Frage. Nächste Frage. Ich fragte mich allerdings eher, was ich über Immendorff wusste und mir fiel ein Zitat ein: »Ich muss jeden Künstler für dumm erklären, der die Bedrohung durch Atomwirtschaft und Atomrüstung ignoriert. Denn wenn die ersten Bomben fallen, wackeln auch die Staffeleien.« Seltsam wie das zur aktuellen Lage in der Welt passt! Ich ging ein paar Schritte weiter – Richtung Pablo Picasso. Und dann kam mir noch eine Analogie in den Sinn: Immendorff war mit 61 Jahren an ALS gestorben. Richtig, da war doch was: #IceBucketChallenge. Manchmal kann Kunst richtig unheimlich sein…

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